Veröffentlicht in Gelesene Bücher/Hörbücher - Rezensionen 2016

Rezension zu „Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord“ von Sally Andrews

 

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Erschienen ist das Buch im Atrium Verlag/Zürich.

 

Rezension zu „Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord“ von Sally Andrews:

Im überschaubaren Klein-Karoo mitten in Südafrika lebt die Witwe Tannie Maria. Sie schreibt für eine kleine Rubrik in der örtlichen Lokalzeitung – und ansonsten vertreibt sie sich die meiste Zeit mit Kochen und dem Ausprobieren neuer Rezepte. Probleme löst sie am liebsten mit Rezeptideen und so ist es nicht verwunderlich, dass sie bald die neue „Kummerkastentante“ der Lokalzeitung wird, nachdem ihre vorherige Rubrik kurzerhand gestrichen wurde. Für ihre neue Leserschaft hat Tannie stets ein offenes Ohr, den richtigen Ratschlag und das passende Rezept parat. Doch als eines Tages eine ihrer Leserinnen stirbt, beginnt Tannie Maria auf eigene Faust zu ermitteln.

Das Cover des wunderbar gestalteten Buches lässt meiner Meinung nach nicht sofort auf einen Krimi schließen, wäre da nicht der Titel mit „…Liebe und Mord“.
Sally Andrew hat mich von Beginn an mit ihrem Schreibstil begeistert, bei der eigentlichen Handlung allerdings hat es etwas länger gedauert. Es werden, zumindest am Anfang, viele Fremdwörter verwendet, die ein wenig den Lesefluss hemmen, da nirgendwo eine Übersetzung zu finden ist – weder im Anhang noch als sog. Fußnote.

Auch war mir die Handlung zu vordergründig vom Thema Essen beherrscht, ständig wurde gekocht, gebacken, gegessen und wieder neue Rezepte ausgedacht. Klingt sehr gemütlich, aber erst nach vielen Seiten hat die eigentliche Krimihandlung begonnen – und ab diesem Zeitpunkt hat mir das Lesen deutlich mehr Spass gemacht. Für mich war ab hier erst lesbar, dass es sich nicht nur um eine Geschichte aus dem Leben der Tannie Maria handeln sollte (denn sie hat in ihrer Ehe nicht nur die schönen Seiten erlebt, sondern durch ihren gewalttätigen Ehemann sehr viel Leid ertragen müssen), sondern eben auch ein bißchen Spannung mit eingebaut wurde.

Sally Andrew ist es allerdings sehr bildlich gelungen, die Landschaft Südafrikas zu beschreiben, so dass man sich die Umgebung jederzeit vorstellen konnte – und auch die Gerichte, deshalb ist Lesen mit leerem Magen hier nicht unbedingt ratsam.

Im Anhang finden sich jede Menge Rezepte zum Nachkochen und Nachbacken, was eine wunderbare Idee ist und die Geschichte so vielleicht noch ein wenig „nachklingen“ lässt.

„Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord“ von Sally Andrew (die übrigens selbst in Südafrika zu Hause ist) ist der Auftakt einer Reihe und ich bin mir sicher, Tannie Maria ist schon wieder fleissig am Entwickeln neuer Rezepte……..und gerät so vielleicht wieder zufällig an ihre nächsten Ermittlungen. 

Erschienen ist das Buch im Atrium Verlag/Zürich.

© Rezension von ElasBookinette

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