Veröffentlicht in Gelesene Bücher/Hörbücher - Rezensionen 2017, Hörbücher

„Die Terranauten“ (Hörbuch) von T.C. Boyle

Rezension zu „Die Terranauten“ (Hörbuch) von T.C. Boyle:

„Die Terranauten“ – das sind vier Männer und vier Frauen, welche allesamt für einen langen Zeitraum ein Leben abgeschottet „unter einer Glaskuppel“ führen sollen. Jeder Terranaut für sich bringt eine besondere Ausbildung/Eigenschaft mit in das Team ein, die für dieses Leben als hilfreich empfunden wurde – so der Beginn der Geschichte von T.C.Boyle’s „Die Terranauten“.

Solch ein reales Experiment namens „Biosphere 2“  (im Roman Ecosphere 2 genannt) gab es Anfang der 90er Jahre in Arizona, ein Leben unter einem riesengroßen Glashaus. Vor dem Hören dieses Hörbuches hatte ich mir einige Berichte über genau dieses Experiment durchgelesen und war umso gespannter auf die nun folgende Geschichte, welche sich der Autor T.C. Boyle rund um die E2 ausgedacht hat.

Man lernt als erstes einige Hauptpersonen des Romans kennen, welche alle in irgend einer Art und Weise mit der Ecosphere2 zu tun haben werden. Diese Kapitel nennen sich „Vor dem Einschluß“ und man erfährt, wie teilweise verbissen die zukünftigen Bewohner des Experiments darauf hinarbeiten, teil dessen sein zu dürfen.

Das gesamte Hörbuch wird abwechselnd von drei Sprechern gelesen – August Diehl, Ulrike C. Tscharre und Eli Wasserscheid. So erfährt der Hörer in immer abwechselnder Weise die Geschichten von Dawn (einer Terranautin), Ramsay (einem Terranauten) und Linda (sie wäre gerne Terranautin geworden, hat es aber leider nicht in die Auswahl geschafft). Am gesamten Projekt sind insgesamt 8 Terranauten beteiligt (4 Frauen und 4 Männer), die allesamt in langen Auswahlverfahren vorher ausgewählt wurden – für ein Leben unter einem riesigen Glashaus. Anfangs scheint die Euphorie noch zu überwiegen, doch je länger das Leben unter dem Glasdach andauert, desto verbissener wird an der anfänglichen Devise „nichts rein – nichts raus“ festgehalten…jedenfalls von vereinzelten Terranauten. Noch dazu steht das Projekt (und somit auch die Bewohner) unter ständiger Beobachtung – sei es nun durch die Touristen, welche einen Blick in die „fremde Welt“ riskieren wollen oder auch durch die Mitwirkenden, welche das Projekt E2 mit aufgebaut haben und nun von der anderen Seite des Glasdaches ein Auge darauf haben. Doch schon bald wird das Leben der acht Terranauten vor ganz besonders schwierige Herausforderungen gestellt….die vorher so ganz sicher nicht mit eingeplant wurden…….

Durch die abwechselnde Erzählweise wird eine gewisse Spannung gleich zu Anfang der Geschichte mit eingebaut, denn natürlich ist man als Hörer neugierig darauf, was die Terranauten bei diesem Projekt erwarten wird und wie sich ihr Leben unter der Glaskuppel gestaltet. Doch schon im Mittelteil hat es sich meiner Meinung nach ein wenig sehr in die Länge gezogen, für mich war die Spannung genommen und es hat sich einige Zeit lang im Kreis gedreht. Auch hätte ich mir mehr Handlung rund um das eigentliche Leben in der Ecosphere 2 gewünscht, dies kam meiner Meinung nach ebenso ein wenig zu kurz.  Kurzzeitig habe ich sogar überlegt, das Hörbuch abzubrechen. Allerdings bin ich froh, es doch noch weitergehört zu haben, denn das letzte Drittel hat mir wieder besser gefallen.

Es handelt sich hier um eine gekürzte Lesung mit einer Gesamtlänge von ca. 16 Stunden 46 Minuten, verteilt auf 2 MP3-CDs. Erschienen bei DerHörverlag. Ebenso ist das gleichnamige Buch im CarlHanserVerlag erhältlich.

© Rezension von ElasBookinette

Vielen Dank an Bloggerportal und derHörverlag, welche mir freundlicherweise das Hörbuch zugeschickt haben.

 

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Rezension zu „Von hier nach da – Meditative Labyrinthe“ von Sean C. Jackson

 

Rezension zu „Von hier nach da – Meditative Labyrinthe“ von Sean C. Jackson:

„Von hier nach da – Meditative Labyrinthe“ hat mich im ersten Augenblick von der gesamten Aufmachung her etwas an ein Malbuch für Erwachsene erinnert ……. allerdings nur kurz. Denn wenn man anfängt, ein wenig im Buch zu blättern, erkennt man sofort, dass es hier rein gar nichts mit Ausmalen oder sonstigem „Verschönern“ der Seiten zu tun hat – das Buch ist sozusagen schon „fertig“ farbig gestaltet.

Was einem in diesem Buch erwartet, sind Labyrinthe verschiedenster Art – teilweise auf einer Doppelseite, teilweise nur auf einer Buchseite.  Jedes dieser Labyrinthe ist von der Gestaltung her anders als das vorher gesehene – es gibt Treppen, Brücken, Wege, Häuser, Gärten, Sackgassen und…..natürlich jeweils nur einen richtigen Weg vom Start bin an das Ziel. Um möglichst lange Zeit den Spass am Suchen und Finden der verschiedensten Pfade zu erhalten, ist es ratsam, die einzelnen Strecken nicht mit einem Stift, sondern vielleicht nur mit dem Finger oder dem nicht schreibenden Ende eines Stiftes nachzufahren. So kann man auch nach längerer Zeit wieder einmal das Buch zur Hand nehmen und den Weg des jeweiligen Labyrinthes neu suchen.

Ganz am Ende des Buches finden sich auf mehreren Doppelseiten die Labyrinthe des Buches in verkleinerter Form – jeweils mit rot eingezeichnetem Lösungsweg….sollte die Suche doch einmal für längere Zeit erfolglos bleiben.
Auch finden sich dort eine kurze Information über den Autor und einige Anmerkungen zu den Labyrinthen, über Entstehung oder sonstiges, was Wissenswert erscheint.

Nachdem ich nun einige Zeit das Buch „Meditative Labyrinthe“ getestet habe und die verschiedenen Seiten ausprobiert habe, mal länger und mal kürzer für den ein oder anderen Weg eines Labyrinthes vom Start bis ans Ziel gebraucht habe, steht meine Meinung gegenüber dieser etwas anderen Entspannungsmethode eigentlich fest – es hat mir teilweise gefallen, mich kurzzeitig mit dem Buch „Von hier nach da – Meditative Labyrinthe“ zu beschäftigen, es ab und zu in die Hand zu nehmen und ein Labyrinth auszusuchen, allerdings werde ich mir kein Buch dieser Art mehr zulegen.

Für mich ist es nach wie vor entspannender, ein schönes Ausmalbuch für Erwachsene hervorzuholen und die kleinen, feinen Bilder mit Farbe zu füllen, denn dabei kann man wunderbar auch zusätzlich ein Hörbuch hören, was mich bei „Von hier nach da – meditative Labyrinthe“ eher stören würde. 

Das Buch ist sicherlich eine tolle, kurzzeitige Ablenkung und hilft dem ein oder anderen, die Gedanken in eine andere Richtung zu lenken und dabei zu entspannen – mich hat es allerdings nicht voll und ganz überzeugt.

Erschienen ist das Buch im MOSES-Verlag.

© Rezension von ElasBookinette

 

Vielen Dank an

und den MOSES-Verlag, welche mir freundlicherweise das Buch zur Rezension zugeschickt haben.

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Rezension zu „Meja Meergrün“ (Hörbuch) von Erik Ole Lindström

Rezension zu „Meja Meergrün“ (Hörbuch) von Erik Ole Lindström:

Die kleine Meja Meergrün lebt ganz alleine in ihrem runden Haus tief am Meeresboden, denn ihre Eltern sind auf einer Forschungsreise unterwegs. Einsam fühlt sie sich nur ganz selten, denn sie hat viele Freunde unter den Meeresbewohnern. Und doch schicken die Eltern ihr zur Sicherheit eines Tages ein Paket, in dem sich die Kümmerschildkröte Padson befindet. Und diese trifft genau zur richtigen Zeit bei Meja ein, denn es wartet ein großes, spannendes, nicht ganz ungefährliches Abenteuer auf Meja – es geht um die Rettung der Unterwasserwelt… und um Siri, die hinterlistige Wasserhexe.

Schon auf dem Cover des Hörbuches strahlt einem Meja Meergrün frech entgegen und verspricht durch ihre außergewöhnliche Aufmachung eine hörenswerte Geschichte, macht neugierig auf Meja’s erstes Abenteuer.

Der Autor Erik Ole Lindström hat in seiner Geschichte von Beginn an eine bildliche, gut vorstellbare, lebhafte Unterwasserwelt geschaffen, in der sich viele verschiedene Unterwasserbewohner tummeln, manche sind nett und hilfsbereit, andere nicht. So wird auch von Beginn an ein Abenteuer Stück für Stück mit eingebaut, da Meja schon sehr früh spürt, dass irgend etwas nicht stimmt und anders als sonst ist, es allerdings keiner außer ihr zu bemerken scheint.

Anna Thalbach spricht die Geschichte in ihrer gewohnt lebendigen Art, mit teilweise so verstellten Stimmen, dass man nicht das Gefühl hat, es handele sich um nur eine Person, welche die ganze Geschichte hindurch spricht, sondern eher um ein Hörspiel mit verschiedenen Sprechern. Es macht von Beginn an ziemlich viel Spass, diese Kombination aus Meja Meergrün’s Geschichte und der Sprecherin Anna Thalbach.

Empfohlen wird dieses Hörbuch ab ca. 6 Jahren, wobei vielleicht gerade die Stelle, als die Wasserhexe Siri auftaucht, sich nicht als Gute-Nacht-Geschichte für jüngere Hörer eignet, könnte ich mir jedenfalls vorstellen.
Ansonsten vergeht die Hörzeit mit einer Gesamtspielzeit von ca. 2 Stunden 36 Minuten wie im Fluge und man muss einfach immer weiter hören, um Meja Meergrün’s Abenteuer bis zum Ende hin zu verfolgen.
Und sobald man am Ende angekommen ist, könnte man sich gut vorstellen, vielleicht bald noch mehr Geschichten aus der abenteuerlichen Unterwasserwelt zu hören/lesen.

Erschienen ist das Hörbuch bei cbj-Audio, ebenso ist das gleichnamige Buch im Coppenrath-Verlag erhältlich.

© Rezension von ElasBookinette

 

Herzlichen Dank an den cbj-Audioverlag (RandomHouseAudio) für das Zuschicken des Hörbuches.

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Rezension zu „Mia und der gi-ga-geniale Hochzeitsplan“ von Susanne Fülscher

 

Rezension zu „Mia und der gi-ga-geniale Hochzeitsplan“ von Susanne Fülscher:

Auch im zehnten Teil der Buchreihe rund um das Mädchen Mia gibt es wieder jede Menge Neuigkeiten……denn nicht nur, dass Jette sich wieder mal unsterblich in einen neuen, geheimnisvollen Mitschüler verknallt hat, auch Leonies Hund Wursti verschwindet plötzlich spurlos und zu guter Letzt verkünden auch Omi Olga und ihr Freund Diego aufregende Neuigkeiten…….alle Hände voll zu tun für Mia und ihre Freundinnen ……  und jede Menge Lesespass

Mit „Mia und der gi-ga-geniale Hochzeitsplan“ hat die Autorin Susanne Fülscher bereits ihren zehnten Teil rund um Mia, ihre Freundinnen Jette, Alina, Leonie und ihre große Familie veröffentlicht.

Schlägt man das Buch auf, erwartet einen gleich auf der ersten Doppelseite eine kleine Vorstellung der wichtigsten Personen, welche in der Geschichte mal eine kleinere und mal eine größere Rolle spielen. Dies ist sowohl für Leser, welche bereits Mia durch die anderen Teile kennengelernt haben als auch für „Neueinsteiger“ eine tolle Information und macht noch ein klitzekleines bißchen neugieriger auf die Geschichte.

Auch das Cover ist sofort als ein Teil dieser Reihe zu erkennen und ist wieder wunderschön gestaltet dank der vielen kleinen Details und tollen Illustrationen. Auch während des Lesens finden sich immer wieder viele kleine Zeichnungen, welche die gesamte Geschichte begleiten.

Empfohlen wird das Buch für junge Leser ab 10 Jahren. Allerdings gibt es sicherlich auch viele Fans, welche die Mia-Geschichten schon länger begleiten und die – auch über das empfohlene Lesealter hinaus – jede Menge Lesespass haben werden.

Nicht zuletzt sorgt dafür natürlich auch der wunderbare Schreibstil von Susanne Fülscher, welcher die Handlung beim Lesen so herrlich bildlich und unglaublich unterhaltsam werden lässt, dass hier bei uns schon ein wenig „bemängelt“ wurde, es lese sich leider wieder viel zu schnell – es gibt sicherlich schlimmere Kritik……….
Ebenso ist das gleichnamige Hörbuch bereits erschienen und hiermit kann man sicherlich auch wunderbar die Zeit bis zum Erscheinen des nächsten Teiles verbringen.

„Mia und der gi-ga-geniale Hochzeitsplan“ ist ein weiterer lesenswerter Teil dieser Buchreihe rund um Mia und wir hoffen, es folgen noch viele weitere. Am Ende des Buches findet sich eine kurze Leseprobe für den nächsten Teil, welcher im Frühjahr 2018 erscheint. Wir freuen uns schon jetzt darauf.

Erschienen ist das Buch im Carlsen-Verlag.

© Rezension von ElasBookinette

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Rezension zu „Chloé und der Sprung in der Schüssel“ von Sonja Kaiblinger

 

Rezension zu „Chloé und der Sprung in der Schüssel“ von Sonja Kaiblinger:

In der Schule, welche Chloè besucht, ist eine hitzige Diskussion entbrannt….denn da die Mädchen eine ziemlich außergewöhnliche, einzigartige, unbeschreiblich tolle Mädchentoilette haben, welche nicht nur in den Pausen ein beliebter Treffpunkt ist, möchten natürlich auch die Jungen etwas ganz besonderes aus „ihrer“ Schultoilette machen. Vorschläge gibt es genug, doch mitten in die schönsten Planungen hinein geschieht etwas Furchtbares – am Welt-Toilettentag, welcher auch noch Chloè’s Geburtstag ist – wird das Mädchenklo verwüstet und unter Wassser gesetzt. Doch wer ist hierfür verantwortlich?

„Chloè und der Sprung in der Schüssel“ ist bereits der zweite Teil, welcher aus dieser Serie erschienen ist. „Chloè völlig von der Rolle“ ist der erste Band und es soll noch (hoffentlich mindestens) eine Fortsetzung geben, auf die wir uns jetzt bereits schon sehr freuen.

Sonja Kaiblinger`s Geschichten bringen von der ersten Seite an unglaublich viel Lesefreude, die Figuren und auch die Handlungen sind hier wieder so detailreich und bildhaft beschrieben, dass man sofort mit der Hauptfigur Chloè mitfiebert und es immer spannender wird, dem Täter der Verwüstung auf die Spur zu kommen.
Den ersten Teil kannten wir bisher noch nicht, allerdings gab es keinerlei Schwierigkeiten, sich direkt in der Handlung zurechtzufinden – und meiner Meinung nach dennoch auch nicht zu viele Rückblenden für die bereits mit dem ersten Teil vertrauten  Lesern.

Empfohlen wird das Buch für Leser ab ca. 10 Jahren und, obwohl hier ein Mädchen die eigentliche Hauptrolle spielt, ist es dennoch meiner Meinung nach eine Geschichte, welche auch Jungen großen Lesespaß bringen wird. Denn das Cover dürfte sowohl Mädchen als auch Jungen ansprechen, ist dank seiner vielen Details ein richtiger Hingucker und vor allen Dingen ähnlich wie bereits Band 1 gestaltet,  also auch als Serie sofort erkennbar.

Wir waren schon vor dem Lesen von „Chloè und der Sprung in der Schüssel“ große Fans von Sonja Kaiblinger’s Geschichten, denn diese haben – jede für sich – einen tollen Schreibstil, oft eine ungewöhnliche Handlung und vor allen Dingen sind sie ein Garant für riesengroßes Lesevergnügen.

Erschienen ist das Buch im Loewe-Verlag.

© Rezension von ElasBookinette

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Rezension zu „Traumtörtchen“ von Julia Simon

 

Rezension zu „Traumtörtchen“ von Julia Simon:

Nina hat ihr Leben fest durchgeplant…… als nächstes steht die Hochzeit mit ihrem Freund Sören auf dem Plan.
Ihre große Leidenschaft ist das Backen wunderbarer Torten und feinstem Gebäck, deswegen ist ein eigener Törtchenladen ein Traum für Nina. Als in ihrem jetzigen Job auf einmal alles anders läuft als geplant und auch Sören immer weniger Zeit (und Interesse) für sie hat, wirft sie kurzerhand alle Pläne über einen Haufen und plant ihren eigenen kleinen Törtchenladen. Doch findet Sören auch bei diesem Plan noch einen Platz in Nina’s Herzen? Und wieso ist eigentlich der neue Nachbar Matthias so unheimlich nett, sympathisch, hilfsbereit….und noch dazu gutaussehend?
Nicht nur die geplante Eröffnung des Ladens stellt das Leben der jungen Bäckerin gehörig auf den Kopf, sondern auch noch der ganz eigene Lebensplan…..

Die Autorin Julia Simon hat mit ihrem Buch „Traumtörtchen“ einen wunderbaren, traumhaften Roman geschrieben, bei dem man, kaum auf der letzten Seite angekommen, liebend gerne noch viel länger weitergelesen hätte. Es macht einfach Spass, Nina bei der Verwirklichung ihres Lebenstraumes zu begleiten – und dank detailreicher Beschreibungen einen guten Einblick in ihre Backkunst zu bekommen. Doch auch die „restliche“ Geschichte ist ziemlich bildhaft und gut vorstellbar geschrieben, so hat man keinerlei Probleme, direkt im Buch zu versinken und Nina ein Stück weit auf ihrem Lebensweg zu begleiten.

Immer wieder kommen der Hauptfigur während ihrer Selbstverwirklichung Zweifel, welche gut nachvollziehbar beschrieben sind, denn eigentlich hat Nina’s Lebensplan etwas ganz anderes vorgesehen – Heirat, Kinder, ein Haus im Grünen…und ein Leben mit Sören. Julia Simon hat diese Gefühlsschwankungen und auch Überlegungen so passend in eine Geschichte verpackt, dass man als Leser regelrecht mit Nina leidet, sich mit ihr freut und auch die Zweifel, welche immer wieder aufkommen, fast beim Lesen spürt.

Passend zur Geschichte sind am Ende noch fünf Backrezepte zu finden, denn immer wieder wird im Buch gebacken und so hat man – sollte man die Rezepte schon während des Lesens entdecken – vielleicht die Möglichkeit, noch mehr in die Geschichte einzutauchen dank der köstlichen Kleinigkeiten, die man einfach nachbacken kann und passend zum Buch genießt.

Auch das Cover ist ansprechend – bunt, fröhlich und einfach voller kleiner Traumtörtchen – so möchte man das Buch am liebsten gleich in die Hand nehmen und loslesen, gute Laune ist hier garantiert.

Für mich war „Traumtörtchen“ von Julia Simon ein tolles Buch, welches ich am liebsten ohne Unterbrechung gelesen hätte und welches ich uneingeschränkt für unbeschwerte Lesestunden empfehlen kann. Das perfekte Buch für die ersten Lesestunden des Frühlings oder auch im Sommer im Liegestuhl – ich wünsche gute Unterhaltung und würde mich sehr freuen, vielleicht irgendwann mal eine Fortsetzung zu lesen.

Erschienen ist das Buch im LYX-Verlag.

© Rezension von ElasBookinette

 

Hier wurde das erste Rezept aus dem Buch nachgebacken 😉
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Rezension zu „Hipp & Hopp retten Papa Grünsprung“ von Gerlis Zillgens (Autorin) und Katja Jäger (Illustratorin)

 

 

Rezension zu „Hipp & Hopp retten Papa Grünsprung“ von Gerlis Zillgens (Autorin) und Kajta Jäger (Illustratorin):

Hipp und Hopp leben ein abwechslungsreiches Familienleben zusammen mit ihrem Papa. Denn dieser gibt sich sehr viel Mühe, möchte – seit die Mutter vor einiger Zeit verschwunden ist – den Kindern so viel Abwechslung wie möglich bieten. Doch eines Tages geschieht etwas Unglaubliches….Papa Grünsprung wird von einer „Monsterprinzessin“ geküsst und selbst zum Monster. Den beiden Geschwistern ist klar – hier muss man helfen und Papa Grünsprung so schnell wie möglich wieder zurückverwandeln. Doch wie?

Schon beim ersten Anblick macht das Titelbild neugierig auf die Geschichte, denn wer möchte nicht gerne wissen, was beim „Froschkönig“ wirklich geschah? Auch sehen Hipp und Hopp auf dem Cover ziemlich ängstlich aus, im Hintergrund ist ein Schatten der Prinzessin zu sehen – mit einem Frosch auf dem Arm. Alles sehr, sehr geheimnisvoll. Aber nicht nur das Cover ist es, was das Buch zu einem richtigen Schmuckstück werden lässt – denn im ganzen Buch finden sich Illustrationen von Katja Jäger. Diese sind so liebevoll und teilweise detailreich gezeichnet, so dass auch beim mehrmaligen Ansehen immer wieder neue Dinge zu entdecken sind, die einem vorher vielleicht nicht augefallen sind – und einfach Spass machen.

Gerlis Zillgens hat die Geschichte in einer Art und Weise geschrieben, die sowohl den jungen Lesern (empfohlen wird das Buch ab ca. 7 Jahren) als auch allen über diese Altersgruppe hinausgehenden sehr viel Lesefreude bringt. Wir kennen schon einige andere Bücher der Autorin und es ist genau diese besondere Art der Schreibweise, welche uns immer wieder begeistert. Ihre Bücher machen Spass – von der ersten bis zur letzten Seite.

Die beiden kleinen Helden müssen hier sehr viel Mut aufbringen, um die Rettungsaktion für Papa Grünsprung zu meistern, müssen lernen, zu vertrauen und auch neue Freundschaften zu schließen. Eine tolle Botschaft, welche durch dieses Buch vermittelt wird.

„Hipp & Hopp retten Papa Grünsprung“ ist ein richtig kleines Schmuckstück im Bücherregal, denn die Geschichte von Gerlis Zillgens zusammen mit den tollen, detailreichen, wunderbaren Illustrationen von Katja Jäger passen komplett gut zusammen. Vielleicht gibt es zukünftig noch mehr von diesen eindrucksvollen Hintergrundgeschichten von anderen Märchen? Wir würden uns wahnsinnig freuen und sind schon jetzt riesengroße Fans dieses (ersten?) Buches.

Erhältlich ist das Buch im Südpol-Verlag.

© Rezension von ElasBookinette

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Rezension zu „Die Doppelkekse – einmal Zwilling immer Zwilling“ von Patricia Schröder

 

 

Rezension zu „Die Doppelkekse – einmal Zwilling immer Zwilling“ von Patricia Schröder:

Lea und Lucie von Leipnitz sind Zwillinge …..und sorgen nicht nur in ihrem Schulalltag für allerlei Trubel. Selbst ihr Opa Pistorix, welcher die beiden „Zwengelchen“ nennt, kann sie so gut wie nicht unterscheiden. Ihr Vater ist an der gleichen Schule, welche die Zwillinge besuchen, Mathelehrer, was für alle nicht immer einfach ist. Doch richtig kompliziert wird die Situation erst, als die beiden eine neue Mathereferendarin bekommen, Lucie kurzerhand die Klasse wechseln soll und auch zu Hause zwischen den Eltern immer schlechtere Stimmung herrscht. Das kann so nicht weitergehen – und schon sind Lea und Lucie mitten im Pläneschmieden.

Mit „Die Doppelkekse – einmal Zwilling immer Zwilling“ hat Patricia Schröder den ersten Teil einer Reihe geschrieben. Und dieses Buch fängt gleich voller gut vorstellbarer Situationen an, denn sowohl Lea und Lucie als auch ihre Familie sowie viele für die Handlung wichtigen und nicht so wichtigen Personen werden in einem guten Tempo nach und nach in der Geschichte vorgestellt. Auch bei den Zwillingen selbst hat man sehr schnell jede Verwechslung ausgeschlossen, denn beide sind  unterschiedlich, sowohl in ihren Verhaltensweisen als auch in ihren Hobbys oder Denkweisen.

Nach und nach baut die Autorin eine spannende Situation auf, die das Weiterlesen zum reinsten Vergnügen werden lässt – und man so das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann, bis man am Ende einige Fragen beantwortet weiss. Das Buch ist empfohlen für Leser zwischen 10-12 Jahren – und genau diese Altersgruppe wird besonders begeistert von den „Doppelkeksen“ sein, denn die Geschichte trifft genau den Geschmack dieser Lesergruppe.

Am Ende des ersten Teiles werden nicht alle Fragen, die in der Handlung so nach und nach aufkommen, beantwortet, was mir teilweise nicht ganz so zugesagt hat. Ist aber nicht weiter schlimm, denn ich habe gemerkt, dass die angesprochene Altersgruppe mit dieser Art des Cliffhangers sehr gut zurechtkommt und somit keinerlei Probleme mit dem Ende von „Einmal Zwilling immer Zwilling“ hat. Eher im Gegenteil, die Vorfreude auf den zweiten Teil ist nun noch größer geworden.

Das Cover spricht ebenfalls die jungen Leser voll und ganz an, macht neugierig auf diese Zwillingsgeschichte und ist dank seiner liebevollen kleinen Details immer wieder ein toller Blickfang. Dürfte in der Buchhandlung eigentlich nicht zu übersehen sein und zum Lesen förmlich einladen.

Patricia Schröder hat mit ihrer neuen Buchreihe „Die Doppelkekse“ einen tollen ersten Teil veröffentlicht, dem hoffentlich noch viele weitere Teile folgen werden. Im Juni 2017 erscheint bereits der zweite Teil „Chaos hoch zwei mit Papagei“, wir freuen uns schon darauf.

Erhältlich ist das Buch im Planet-Verlag.

© Rezension von ElasBookinette

 

Selbstgebackene Kekse……passend zum aufkommenden Heißhunger nach Keksen, welcher sich beim Lesen von „Die Doppelkekse“ automatisch einstellt 😉

 

 

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Rezension zu „House of Ghosts – Das verflixte Vermächtnis“ von Frank M. Reifenberg

 

Rezension zu „House of Ghosts – Das verflixte Vermächtnis“ von Frank M. Reifenberg:

Melli und ihre Familie haben geerbt…und ziehen deshalb von New York zurück nach Deutschland in die Villa von Emilie Bauerfeind, einer Urgroßschwiegercousine. Doch leider ist es weder im Ort Kohlfincken noch in der Villa so wie erwartet. Denn das neue Zuhause ist schon auf den ersten Blick etwas unheimlich und nicht gerade frisch renoviert…..und als Melli einen zweiten Blick riskiert, erlebt sie etwas vollkommen unerwartetes. Denn das geerbte Haus verbirgt ein Geheimnis, welches – etwas untertrieben – ein wenig unheimlich ist und von Melli einiges an Mut erfordert.

„House of Ghosts – Das verflixte Vermächtnis“ ist der erste Teil einer Reihe. Von Beginn an schafft es  der Autor Frank M. Reifenberg mit seiner Schreibweise und vor allem mit der Geschichte rund um die Familie Bower voll und ganz, den Leser in die Geschichte zu katapultieren und teilweise gruselige Lesestunden zu erleben.

Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren, von daher ist es meiner Meinung nach genau die richtige Dosis Grusel für dieses Alter. Jüngere Leser könnten sich eventuell etwas unwohl fühlen beim Lesen, jedenfalls ist das Buch hier wahrscheinlich nicht als Gute-Nacht-Geschichte geeignet.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Melli, der Tochter der Familie Bower, erzählt, was in einer tollen Art und Weise geschieht, denn diese muss sich nach dem Umzug in die baufällige Villa nicht nur an das neue Leben, sondern auch an neue, teilweise unangenehme Mitbewohner gewöhnen.
Doch dies alles muss sie natürlich nicht allein durchstehen, sondern findet in Gestalt des Nachbarjungen Hotte eine tolle Hilfe – und einen guten Freund.

Teilweise kurze Kapitel werden aus der Sicht von Aurora, dem Geist, erzählt, was die Geschichte noch spannender werden lässt. Auch sind immer wieder kleine Illustrationen im Buch zu finden, welche die ohnehin schon bildliche Schreibweise in einer schönen Art und Weise unterstützen.

Das Cover passt hervorragend zum Inhalt, zeigt schon ein wenig von der gruseligen Atmosphäre der Geschichte und macht einfach neugierig auf das „House of Ghosts“. Meiner Meinung nach ein tolle Geschichte für Jungen und Mädchen ab dem empfohlenen Lesealter von 10 Jahren.

Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung und sind gespannt auf weitere schaurig-schöne Abenteuer.

Erschienen im Verlag ArsEdition.

© Rezension von ElasBookinette

 

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Rezension zu „Glückssterne“ (Hörbuch) von Claudia Winter

 

Rezension zu „Glückssterne“ (Hörbuch) von Claudia Winter:

Für Anwältin Josefine steht der nächste Schritt in ihrem geplanten Leben schon fest – sie wird heiraten. Doch in ihrer Familie ist es üblich, den Familienring auf der Hochzeit zu tragen, denn sonst wird die Ehe alles andere als glücklich – so jedenfalls wird es von Generation zu Generation weitergegeben. Was tun, wenn der Ring kurz vor der geplanten Hochzeit auf einmal verschwunden ist – zusammen mit der Cousine und deren neuen Freund nach Schottland?
Josefine möchte das Glück nicht herausfordern und reist kurzerhand ihrer Cousine hinterher – doch nicht nur die atemberaubende Landschaft Schottland’s überwältigt sie immer mehr, sondern auch Aidan, welcher eine kleine Konditorei führt und schon im Flugzeug zum Retter in der Not wird. Und das ist nicht die einzige Überraschung, welche auf Josefine wartet…..

Schon der Prolog, welcher sich im Jahre 1952 abspielt, macht  neugierig auf die Geschichte, denn hier bleibt einfach einiges ungeklärt und man ist von Beginn an gespannt, wie es in diesem Handlungsstrang weitergehen wird.

Die Autorin Claudia Winter erzählt die Geschichte sehr ruhig und dennoch detailreich, so dass man sich vor allen Dingen die Handlung in Schottland gut vorstellen konnte – genau deswegen habe ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut.

Allerdings war mir die Hauptfigur Josefine an der ein oder anderen Stelle ein wenig zu unüberlegt (sie wirkte dadurch fast ein wenig unsympathisch) in ihrer Handlungsweise – für eine Anwältin, welche anscheinend ihr Leben vorher so genau geplant hatte und keine Spontanität zulassen wollte – und eigentlich als genaues Gegenteil ihrer flippigen Cousine dargestellt wurde. Sympathisch dagegen die beiden Tanten, welche Josefine’s Suche nach dem Ring in Schottland unterstützend und mit viel Humor begleiten.

Trotz der überwiegend in Schottland spielenden Handlung war mir zwischenzeitlich die Geschichte ein wenig zu sehr in die Länge gezogen, wobei ich nicht genau weiss, ob es für mich an Josefine oder einfach an der Geschichte selbst gelegen hat. Eine nette Idee ist die dem Hörbuch beigelegte kleine Rezeptsammlung, welche insgesamt die Zubereitung von fünf in der Geschichte vorkommenden Leckereien beinhaltet.

Gesprochen wird das Hörbuch von Jessica Schwarz. Ihre Stimme ist sehr angenehm zu hören, sie spricht in einer ruhigen und dennoch betonten Art.

Das Hörbuch hat eine Gesamtlaufzeit von ca. 9 Stunden 27 Minuten (1 mp3-CD), erschienen bei Der Hörverlag.

© Rezension von ElasBookinette